Hüftgelenk

 

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Arthrose

Abnützung des Gelenkes über das normale Ausmass hinaus mit bleibendem Schaden, oft verbunden mit einer zusätzlichen Erweichung des Hüftkopfes, der sog. Femurkopfnekrose.

Die häufigste Hüftproblematik. In leichteren Fällen können Massnahmen wie Gewichtsreduktion, leichte Schmerzmittel, begleitende Physiotherapie, ev. auch im Wasser, sowie auch medikamentöse knorpelaufbauende Substanzen die Situation stabilisieren.

Wenn alle konservativen Massnahmen ausgeschöpft sind bleibt nur der künstliche Gelenksersatz, vgl. dort!

Bei noch jüngeren Patienten wird heute die sog. Gelenksluxation mit lokaler Verbesserung des Offsets diskutiert. Hier wird versucht Zeit zu gewinnen bis eine Implantation eines künstlichen Gelenkes notwendig wird. Grundlage dieser Massnahmen ist die Erkenntnis, dass im Anfangsstadium einer Arthrose oft chronische Einklemmungsprobleme im Hüftgelenks/Schenkelhalsbereich die allerersten Veränderungen in der Arthroseentwicklung darstellen und möglicherweise durch das Verhindern dieser chronischen Reizzustände eine spätere raschere Arthroseentwicklung vorgebeugt werden kann.

Frakturen

Meist Schenkelhalsfrakturen - werden heute wenn immer möglich Gelenks-erhaltend operiert. Hierzu existieren diverse verschiedene Implantate wie die DHS (dynamische Hüftschraube) oder der Gammanagel und weitere. Ist eine Erhaltung des Gelenkes nicht mehr möglich muss ein künstliches Gelenk eingesetzt werden. Der alleinige Ersatz des Hüftschaftes empfiehlt sich dabei meist nicht, da es oft bei Erhalt der eigenen Gelenkspfanne rasch zur Abnützung derselben kommt und dann durch eine erneute Operation auf ein vollständiges künstliches Hüftgelenk gewechselt werden muss.

Bei der Frau ist ein häufiger Grund für Schenkelhalsfrakturen eine Osteoporose. Gefährdete Frauen (frühe Menopause, Verlust der Ovarien, hormonelles Defizit) sollten deshalb diesbezüglich abgeklärt und beraten werden. Leider übernimmt hierbei die KK nur eine oft wenig bringende Abklärungsmethode, während eine bessere Methode, welche genauere Aussagen erlaubt durch differenzierte Beurteilung von Cortikalis (Harte Knochenaussenhülle) und Spongiosa (Für Stabilität und Frakturrisiko verantwortlicher Knochenbälkcheninnenteil) selbst bezahlt werden muss.

Bitte klären Sie anlässlich Ihrer Konsultation Ihr spezifisches Risiko ab und lassen Sie sich beraten ob und wann allenfalls eine diesbezügliche Abklärung notwendig ist!

 

Weitere Hüftprobleme

Ansatztendinosen von Sehnen (Adduktorensehnen) bei Sportlern, Schnapp-Phänomene durch springende Sehnen, angeborene Veränderungen wie Hüftdysplasien (angeborene nicht optimale Gelenksstrukturen), im Kindesalter Epiphyseolysen (Abrutschen eines Teils des Hüftkopfes, muss operativ reponiert und fixiert werden) oder auch der sog. M. Perthes (kindliche Osteonekrose des Femurkopfes)

Je nach der vermuteten Grundproblematik sind eventuell Weiterabklärungen notwendig - nebst normalen Röntgenaufnahmen oft auch Blutuntersuchungen (Rheumawerte etc.) oder ein Kernspinnomputertomogramm. Oft kann eine anfänglich unklare Situation erst nach den durchgeführten Weiterabklärungen allmählich geklärt und entsprechende Therapiemassnahmen eingeleitet werden.